(Wassereinbruch im Tunnel) (Foto: Domberger, G. - Wassereinlauf) (Foto: Ramspacher, P. - Beregnungsversuch in der Weststeiermark) (Foto: Domberger, G. - offene Bohrung)

 

PLATTFORM FÜR PROJEKTE UND PUBLIKATIONEN

 

Die Finzenquelle - geologisch-hydrogeologische Untersuchungen

In den letzten Jahrzehnten war die Finzenquelle in der Raabklamm auf Grund des gestiegenen Bedarfs an Trinkwasser immer wieder Mittelpunkt von geologischen und hydrogeologischen Untersuchungen, wobei die Herkunft der Quellwässer zwar teilweise erkannt, aber nicht vollständig geklärt werden konnte. Im Zuge der Arbeiten zur Fassung der Finzenquelle im November und Dezember 2007 konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden. Aus diesen kann abgeleitet werden, dass der Großteil des Quellwassers dem Karstaquifer des Schöckelkalkes entstammt. Ein geringer Anteil infiltriert aus der Raab in den Karstaquifer und gelangt über korrosiv erweiterte Trennflächen zur Finzenquelle.

→   Publikation online      Kontakt: Dr. Elmar Strobl

 

Wasserland Steiermark

NANUTIWA - Tiefengrundwasser nachhaltig bewirtschaften

Das Projekt 'Hydrogeologische Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung der Tiefengrundwässer im Bereich des Oststeirischen und Pannonischen Beckens', kurz NANUTIWA, befasst sich mit der umfassenden Neubearbeitung und Zusammenfassung der hydrogeologischen und wasserwirtschaftlichen Grundlagen der Tiefenwässer der Oststeiermark und des Südburgenlandes mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Methoden. Der aufgebaute Datenbestand und die Projektergebnisse stellen eine Entscheidungshilfe und ein Planungsinstrument für die nachhaltige Bewirtschaftung der Tiefenwässer, dar.

→   Kurzfassung im 'Steirischen Wasserland', S. 29-35      Kontakt: DI Gunnar Domberger

 

(Titelblatt der Studie)

Abschätzung des nachhaltig nutzbaren Quellwasserdargebotes im alpinen Raum Österreichs

Herausgeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, 2001

Bearbeitung: JOANNEUM RESEARCH Forschungsges.m.b.H. und C. Holler - Techn. Büro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Ziel der vorliegenden Studie ist es, objektive Daten für die Diskussion von Fragen der nachhaltigen Wassernutzung und eines allfälligen Wassertransfers zur Verfügung zu stellen, um damit zu einer Versachlichung der öffentlichen Diskussion beizutragen.

Die Studie geht dabei methodisch von der Definition der "verfügbaren Grundwasserressource" der EU-Wasserrahmenrichtlinie aus und bewertet das nutzbare Quellwasserdargebot im alpinen Raum Österreichs nach ökologischen und hydrologischen Kriterien.

→   Bericht online (3,647 KB)      Kontakt: Harum Till

 

Satellitengestütztes On-line System zur Echtzeitübertragung hydrometeorologischer Daten

Österreich ist in der glücklichen Lage ausreichend Trinkwasserquellen in hervorragender Qualität zu besitzen. Naturgemäß liegen die Quellen aber häufig in unerschlossenen Gebieten, sodass eine permanente Überwachung der Wasserqualität nicht möglich ist, weil z.B. keine (Mobil-)Funkverbindung vorhanden ist. Hierzu liefert im Rahmen der Impulsaktion Kooperation FH-Wirtschaft ein Forschungsprojekt der Joanneum Research (Institut für Wasserressourcen Management) mit der FH Technikum Wien erstmals die Möglichkeit, Quellwassermessdaten über so genannte "Low Earth Orbit Satelliten" (LEOS) aus beliebigem Gelände in Quasi-Echtzeit an Überwachungsstellen weltweit zu übertragen und auch im Internet zu präsentieren.

Aufbau und Übertragungssystem Der prinzipielle Aufbau dieses Mess- und Übertragungssystems ist der Abbildung zu entnehmen. Die von verschiedenen Sensoren gemessenen und im Datensammler zwischengespeicherten Messwerte werden über das Satellitenmodem zu einem Orbcomm-LEO Satelliten gesendet und von dort zur nächsten Bodenstation übertragen. Von dieser Bodenstation gibt es zwei Möglichkeiten zur weiteren Übertragung. Erstens können die Daten über das Internet (als E-Mail) verschickt werden oder zweitens wieder über einen Satelliten an eine mobile Empfangseinheit, die, wie auch die Sendestation, überall auf der Welt positioniert sein oder auch in Bewegung sein kann. Die Messstationen können mit Solarenergie versorgt werden.

Das space-segment des Orbcomm Systems besteht aus ca. 36 Satelliten in 800 km Bahnhöhe, die die Erde kontinuierlich auf unterschiedlichen Umlaufbahnen umkreisen. Somit ist eine Übertragung der Daten aus sehr engen alpinen Tälern ohne jegliche Kommunikations- oder Energieversorgungsinfrastruktur möglich.    →   Zugriff auf die Online-Daten

Kontakt:

 

Proceedingband: 'Water Related Conflicts of Interests in the Alpine Environment - Research Deficits, Demands and Solutions'

Im Rahmen des "Österreichischen Netzwerk Umweltforschung" - ein vom bm:bwk initiiertes, innovatives Instrument, welches gezielt die Kooperations- und Forschungsaktivitäten österreichischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf internationaler Ebene unterstützte - wurde während der österreichischen EU-Präsidentschaft eine Workshopserie zu Umweltthemen durchgeführt. Der Workshop 'Water Related Conflicts' wurde vom Netzknoten 'Nachhaltige Nutzung von Wasservorkommen' organisiert und fand 1998 unter internationaler Beteiligung in Villach statt.

→   Proceedingband online (5,2347 KB)

 


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